| Datum: 09/2010 1 Mio. Zugriffe auf ZVS-Online / DGU: Helmpflicht für Radfahrer / Gesamtunfälle In Deutschland 2008 / Geschwindigkeitserleben / Neue Internetseite für junge Fahrer / | 1 Mio. Zugriffe auf ZVS-Online
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Günstig Auto fahren geht vor Umwelt schonen
Fahrer von Pkw mit alternativen Antrieben denken weniger an die Umwelt als an den eigenen Geldbeutel. Sie entscheiden sich aus Gründen der Kostenersparnis für ein Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnik und nehmen die Schonung der Umwelt als positive Begleiterscheinung gerne in Kauf. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Kompetenzzentrums Frau und Auto an der Hochschule Niederrhein.
Mehr dazu siehe
http://idw-online.de/pages/de/news379933
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DGU: Helmpflicht für Radfahrer
Nahezu 90 % aller Schädelhirnverletzungen bei Radfahrern können durch das Tragen eines Helmes vermieden werden - daher fordert die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie eine Helmpflicht und regt eine diesbezügliche Gesetzesänderung an.
"Die Fakten sprechen für sich" sagt Prof. Dr. N. Südkamp, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Denn das Tragen eines Fahrradhelmes als protektive Maßnahme ist wissenschaftlich erwiesen: bis zu 88 % aller Schädelhirnverletzungen und bis zu 65 % bestimmter Gesichtsverletzungen könnten durch das Tragen von Fahrradhelmen vermieden werden.
Nur 8% tragen freiwillig einen Fahrradhelm!
Nach einer Analyse von 2008 trugen nur 8 % der verunfallten Fahrradfahrer einen Helm. Besonders die mangelnde Umsetzung bei Frauen und vor allem Jugendlichen ist für Südkamp unzufriedenstellend. Die Zahl der verletzten Fahrradfahrer hat sich von 1970 mit 40.531 auf 78.579 im Jahr 2007 fast verdoppelt; während die Zahl der Schwerverletzten im PKW/LKW -Bereich in diesem Zeitraum auf Grund der gezielten präventiven Maßnahmen, wie u. a. Gurtpflicht oder Airbag, deutlich abgenommen hat.
Beim leichtverletzten Radfahrer sind Arme und Beine am häufigsten verletzt. Bei schwerstverletzten Unfallopfern ist aber meist die Kopfverletzung entscheidend für das Überleben. So sind Kopfverletzungen beispielsweise für die Hälfte aller Todesfälle bei unbehelmten Radfahrern verantwortlich. "Unter Berücksichtigung dieser Verletzungssituation ist eine konsequente öffentliche Diskussion und das Vorantreiben einer gesetzlichen Helmpflicht nach wie vor zwingend erforderlich". Aus Sicht der Unfallchirurgen ist und muss die Helmpflicht die logische Konsequenz sein" so Südkamp.
"Bis es soweit ist, möchten wir besonders jetzt zum Saisonstart an die Radler appellieren, freiwillig einen Helm zu tragen" so Prof. Dr. H. Zwipp. Er leitet an der Dresdener Unfallchirurgischen Universitätsklinik eine Unfallforschungsgruppe, die Fahrradunfälle detailliert analysiert. Entscheidend ist die Motivation und Vorbildfunktion! Während über 90 % der Kleinkinder einen Fahrradhelm tragen, sinkt diese Rate bis zum Jugendalter dramatisch auf 12 % ab.
Design und Alter eines Helmes sind für seine Schutzfunktion von großer Bedeutung. Der Helm sollte gut passen, TÜV zertifiziert und im Idealfall verstellbar sein, um mitwachsen zu können. Es ist wichtig zu wissen, dass Fahrradhelme nach ca. 5 Jahren ihre Schutzfunktion aufgrund des Ausdampfens des Kunststoffmaterials verlieren - ähnlich wie auch Ski- und Motorradhelme.
Es besteht die Möglichkeit, mit Prof. Dr. N. Südkamp zur Thematik "gesetzliche Helmpflicht" ein persönliches Gespräch zu führen.
Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Frau Susanne Herda
Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin
Telefon +49 30 2021-5490
Telefax +49 30 2021-5491
office@dgu-online.de
www.dgu-online.de
Quelle der Information: http://idw-online.de/pages/de/news364065
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Gesamtunfallgeschehen in Deutschland: 2008 starben mehr als 19.000 bei Unfällen
"Die meisten Unfälle passieren im Haushalt", so eine weitverbreitete Redensart. Sie klingt banal, entspricht aber der Wahrheit, wie die Statistiker der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt errechneten. Danach ereigneten sich 2008 in Deutschland rund 8,27 Millionen Unfälle. Durchschnittlich erlitt damit etwa jeder zehnte Einwohner in Deutschland einen Unfall. Für 19.089 Personen hatte der Unfall einen tödlichen Ausgang. Das sind rund 550 Tote mehr als im Vorjahr.
Nahezu ein Drittel aller Unfälle (rund 2,73 Mio.) ereignen sich im häuslichen Bereich. Beinahe ebenso hoch ist die Anzahl der Menschen, die sich in ihrer Freizeit verletzten (etwa 2,63 Mio.). Hier spielen vor allem Sportverletzungen eine große Rolle. Es folgen der schulische Bereich mit circa 1,39 Millionen Unfälle und Arbeitsunfälle mit rund 1,11 Millionen Verletzten. Das Schlusslicht bildet bei den Unfallverletzungen der Verkehr mit etwa 0,41 Millionen Betroffenen.
Bei den Unfalltoten zeigt sich ein anderes Bild: Von den rund 19.000 tödlich Verletzten in Deutschland starb 2008 fast jedes vierte Opfer bei einem Verkehrsunfall (24 Prozent). Dennoch führen auch bei den tödlichen Unfällen die Lebensbereiche Haus (36 Prozent) und Freizeit (35 Prozent) die Statistiken deutlich an. Tödliche Arbeits- (3 Prozent) und Schulunfälle (0,04 Prozent) spielen hier jedoch eher eine untergeordnete Rolle.
Insgesamt erlitten 2008 rund zehn Prozent der Wohnbevölkerung Deutschlands eine Unfallverletzung, 0,2 Promille verstarben infolge eines Unfalls.
Da in Deutschland Unfälle nicht einheitlich erfasst werden, greift die BAuA auf veröffentlichte Unfallzahlen aus unterschiedlichen Statistiken zurück oder schätzt die Zahlen anhand dieser Datensätze hoch. In die Statistik fließen unter anderem Daten aus der Todesursachenstatistik, Straßenverkehrsunfallstatistik, den Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger sowie aus einem BAuA-Datensatz zum Unfallgeschehen in Heim und Freizeit ein.
Die Statistik zum Gesamtunfallgeschehen 2008 befindet unter der Adresse http://www.baua.de/statistik im Bereich Unfälle auf der BAuA-Homepage. Die Statistik kann dort auch als PDF heruntergeladen werden.
Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie garantieren Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
Weitere Informationen:
http://Direkter Link zur Statistik des Gesamtunfallgeschehens:
http://www.baua.de/cln_094/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Unfaelle/Gesamtunfallgeschehen/Gesamtunfallgeschehen.html
Quelle der Information: www.idw.de
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Im Rausch automobiler Geschwindigkeit: Die Frauen genießen, die Männer werden starr
Wenn Männer im Cockpit eines Buggys Platz nehmen und in einer Auto-Rennsimulation den Formel-1-Parcours von Barcelona angehen, wird auch aus einem computeranimierten Spiel verblüffende Realität: Die Augen sind starr auf den Monitor gerichtet, die Lippen aufeinander gepresst, in den Kurven wird früh abgebremst, um Unfälle zu vermeiden - auch wenn der Computer von vornherein als Sieger fest steht. Frauen erkennen das Spiel viel früher: Sie nehmen eine entspannte Körperhaltung ein, fahren im Durchschnitt schneller als die Männer, lachen häufig während des Rennens und genießen ganz offensichtlich den außergewöhnlichen Speed. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede des Erlebens automobiler Geschwindigkeit ermittelte das Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein und leitete daraus Wertangebote für potenzielle Kundinnen und Kunden durch die Automobilindustrie ab.
Ein Buggy, ausgestattet im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik von Prof. Dr. Hans-Jürgen Lauschner mit der Software für eine Renn-Simulation, 56 Frauen und Männer aller Altersgruppen und sieben Master-Studentinnen und -Studenten, die durch Beobachtung und Befragung deren geschlechtsspezifische Unterschiede in Faszination und Emotion bei der Bewältigung eines Formel-1-Parcours ermittelten - das war die Startaufstellung. Am Ende des wissenschaftlichen Parcours' gab es bei zehn Hypothesen Ergebnisse, die Vorurteile teils zu bestätigen, teils zu widerlegen vermögen. Beispielsweise beim Wechselspiel zwischen Konzentration und Prestige: Den verzweifelten Anstrengungen der jüngeren männlichen Fahrer zum Trotz konnte das Prestige, als Sieger den Wettbewerb zu beenden und so eine externe hohe Belohnung für fahrerischen Glanz zu erringen, von keinem Teilnehmer erreicht werden. "Die Herausforderung, den schwierigen Parcours wettbewerbsgemäß zu meistern oder gar zu gewinnen, wurde offenbar von den Frauen gar nicht als prestigegeladene Herausforderung wahrgenommen", stellte Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes fest, die Institutsleiterin. Nach dem Schwenken der Zielflagge gehen sie viel weniger selbstkritisch mit sich ins Gericht als die Männer.
Dementsprechend fällt auch das Vergnügen an der Simulation aus: Bei Männern ist es deutlich geringer als bei Frauen - weil es nichts zu gewinnen gab. Es kann jedoch auch daran liegen, dass sie bereits mehr Erfahrungen mit Renn-Simulation als Frauen haben und ihre Anforderungen deshalb höher liegen. Gerade bei jüngeren Fahrern ist jedoch auch Freude darüber feststellbar, komplexe Renn-Situationen fahrerisch gemeistert zu haben. Und auch bei dem Wunsch, ein dem virtuell gesteuerten Boliden vergleichbares Fahrzeug selbst zu besitzen, unterscheiden sie sich signifikant von Frauen und älteren Geschlechtsgenossen. Nachzulesen sind alle Ergebnisse in Band 5 der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Frau und Auto mit dem Titel "Auto und Geschwindigkeit", Cuvillier Verlag Göttingen.
Rudolf Haupt M.A., Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences
06.01.2010
URL (Quelle) dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news350353
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Dekra: Neue Internetseite für junge Fahrer
Fahrschüler und Fahranfänger möchte die Sachverständigen- und Prüforganisation Dekra mit einer neuen Internetseite ansprechen. Sie soll jungen Leuten Hinweise zum Führerscheinerwerb, vor allem aber Tipps für ihr Leben als Fahranfänger geben. Mit „coolen Tipps von Profis“ möchte der Dekra Hinweise zur Verkehrssicherheit so vermitteln, dass der Fahrspaß der jungen Leute nicht leidet. Außer über das Tuning können sich die jungen Leute auch über das wirtschaftliche Fahren und über kritische Fahrsituationen informieren.
http://www.dekra-junge-fahrer.de
Quelle der Information: Fahrschule online
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Tagungen Verkehrssicherheit
In der Terminübersicht von zvs-online sind die wichtigsten Tagungen, die in Deutschland und andernorts stattfinden, zusammengestellt. Hier die Termine bis Ende August 2010:
22.8.-26.8.2010, Oslo (N)
Tri-annual meeting of the International Council on Alcohol, Drugs and Traffic Safety (ICADTS)
Veranstalter: ICADTS; Norwegian Institute of Public Health
http://www.t2010.org/home.cfm
31.8.-3.9.2010, Canberra (Australien)
Australasian Road Safety Research, Policing and Education Conference
Veranstalter: Australian Transport Council (ATC)
http://www.roadsafetyconference2010.com.au/index.html
31.8.-2.9.2010, Blacksburg (USA)
Naturalistic Driving Research Symposium 2010
Veranstalter: VTTI
http://www.vtti.vt.edu/VTTI-conferences.html
Wenn Sie die Online-Rubrik "Termine" aufrufen, können Sie die Programme sämtlicher Tagungen direkt anklicken. Die Rubrik enthält viele weitere Termine bis Ende Jahr 2010.
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